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Alt Berliner Laden
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Heimatort

Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.

Kunstdruck

Der Kunstdruck ist ein Spezialbereich des Druckwesens, vornehmlich zur Reproduktion von Gemälden. In Gemälden werden üblich sehr viele Farben gemischt, die einen sehr komplexen Farbraum ausfüllen. Der normale Farbdruck kann diese Farben nicht im originalen Farbton reproduzieren. Insbesondere Purpur und die Gold- und Silberfarben bereiten große Probleme. Der Kunstdruck ist darauf ausgerichtet, eine Mischung an Druckfarben zu finden, die den Originaleindruck des Gemäldes reproduzieren kann. Die Farbseparation führt hier zu einer hohen Zahl, sodass statt des weithin üblichen CMYK Vierfarbdrucks oder Hexachrome Drucks deutlich mehr Druckfarben eingesetzt werden. Auf Kunstdrucken ist oft im Umschlag die Zahl der Druckfarben als Qualitätsmerkmal vermerkt, 8 bis 12 sind nicht ungewöhnlich. Im Allgemeinen gilt, je mehr Farben, umso näher ist der Farbeindruck am Original. Die hohen Zahlen entstehen dabei insbesondere bei der Notwendigkeit zum Einsatz von metallischen Schmuckfarben, etwa Gold und Silber, die in der Regel keine geeignete Mischung mit anderen Schmuckfarben oder Grundfarben eingehen. Insbesondere Ikonen und andere religiöse Gemälde enthalten diese Farben. Die Techniken des Kunstdrucks mit speziellen Schmuckfarben werden auch für Gebrauchsdarstellungen eingesetzt. Hierbei geht es darum, die Kopierbarkeit von Darstellungen zu erschweren, etwa bei Urkunden und anderen Papieren mit Wertpapier Charakter. Der Markt für Kunstdrucke ist klein, und die Anschaffung entsprechender Druckmaschinen teuer. Dies erhöht die Hürden für die unerlaubte Reproduktion entsprechender Dokumente.

Emailleschild

Ein Emailleschild, auch Emailschild, ist ein Blechschild mit Schutzüberzug aus Emaille. Emailleschilder sind Reklame- oder Werbeträger, deren Blütezeit zwischen 1890 und 1960 lag. Viele große Produzenten von Konsumgütern erkannten rasch den Wert dieser dauerhaften Reklamen. Julius Maggi war einer der Pioniere und nutzte emaillierte Schilder aus Stahl zigtausendfach um so die Position seiner Produkte auf dem ganzen europäischen Markt auszuweiten und zu festigen. Viele andere folgten seinem Beispiel, so dass die Emaille- und Blechschilderindustrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine nicht unwichtige Rolle in der europäischen Wirtschaft spielte. In vielen Ländern gab es große Fabriken, in denen, oft nach Vorlagen bekannter Graphiker und Kunstmaler, Reklameschilder in diversen Techniken (Schablone, Lithographie) hergestellt wurden. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die massenhaft auftretende Reklame oft als Blechpest bezeichnet, heute sind gut erhaltene EmailleschilderEmailschilder häufig gesuchte Raritäten.

Kuckucksuhr

Die Kuckucksuhr ist die wohl bekannteste Schwarzwalduhr neben der Lackschild-Uhr. Sie wurde zum ersten Mal zwischen 1730 und 1750 im Schwarzwald gebaut, ob zuerst in Schönwald oder in Neukirch ist nicht überliefert. Ein päpstlicher Legat schrieb 1762: Die hölzernen Uhren werden hier in sehr großen Mengen gefertigt ... und man hat begonnen, sie mit dem Ruf des Kuckucks auszustatten. Das heutige bekannte Design der Kuckucksuhr, die sog.Bahnhäusleform, geht auf einen Wettbewerb aus dem Jahr 1850 zurück. Der Karlsruher Architektprofessor Friedrich Eisenlohr orientierte sich dabei an der Form der Bahnwärterhäuschen, die er für die Badischen Bahnen entwarf. Eine zweite, später besonders populäre Variante der Kuckucksuhr lässt sich in Furtwangen nachweisen: Durch ein naturalistisches Schnitzwerk wurde ein Jagdstück zum Jahrhundertdesign - ein höchst erfolgreicher Uhrentyp war entstanden. Eine gute Kuckucksuhr hat dabei einige Funktionen: Die Türen öffnen und schließen sich selbstständig, der Kuckuck verbeugt sich bei jedem Stundenschlag und bewegt gleichzeitig Schnabel und Flügel. Und der Ruf des Kuckucks: Über zwei gedeckten Pfeifen liegen kleine Blasebälge. Ein Rad des Schlagwerkes hebt beide Blasgebälge an und füllt sie so mit Luft. Kurz nacheinander fallen diese Blasebälge durch ihr Eigengewicht wieder zusammen, es entsteht durch zwei Lippenpfeifen der typische Kuckucksruf. Im Laufe der Zeit wurden auch andere Tonfolgen nachgeahmt, u.a. Wachtelrufe, Hahnenuhren und Trompeteruhren, aber alle diese Varianten verschwanden wieder. Heutzutage gibt es viele Kuckucksuhren, die zum größten Teil nur noch aus Kunststoff bestehen und elektronisch Klänge erzeugen. Die Schwarzwälder Kuckucksuhr jedoch behielt seit über 150 Jahren ihr unverwechselbares Gesicht.

Zinnfigur

Eine Zinnfigur ist eine Figur hergestellt unter Anderem aus den Materialien Zinn, Antimon, Wismut und gegebenenfalls Blei (siehe auch Zinnsoldat). Wann die erste Zinnfigur geschaffen wurde, ist ungewiß. Vielleicht wurde sie sogar schon bei den alten Griechen oder Römern hergestellt! Die älteste bekannte deutsche Zinnfigur stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts und wurde bei Magdeburg entdeckt. Zunächst wurden Zinnfiguren wahrscheinlich religiös als sogenannte Pilgerzeichen verwendet. Ab etwa 1550 erhielt die Zinnfigur einen immer größeren Raum im gesellschaftlichen Leben. Nürnberg, und später auch Fürth, war das wichtigste Zentrum in Deutschland, von dem diese Entwicklung ausging. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts trat die Zinnfigur ihren Siegeszug in die deutschen (und ausländischen) Kinderzimmer an, der erst durch den I. Weltkrieg ein abruptes Ende fand. Zinnfiguren gibt es als sog. Flachfiguren und (voll-)plastische Figuren in allen Größen und Maßstäben. Bei den Flachfiguren ist die gängigste Größe 28 mm Augenhöhe · sie wird Nürnberger Größe genannt. Zinnfiguren waren zunächst Lernspielzeug, mit denen Kindern die große weite Welt oder die geschlechtsspezifische Rolle von Mann und Frau näher gebracht werden sollte. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts gewannen die Zinnsoldaten eine immer größere Bedeutung und drängten die anderen Spielmöglichkeiten an den Rand. Lediglich Zinnschmuck (beispielsweise für Weihnachten) hatte noch eine größere Bedeutung. Weltmarktführer war ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Nürnberger Offizin Heinrichsen, die auch heute noch besteht. Ab etwa 1920 erhielt das Spielzeug Zinnfigur eine neue Rolle. Jetzt begannen Erwachsene kulturhistorische Zinnfiguren zu sammeln. Damit sollte jetzt die deutsche und internationale Geschichte möglichst exakt dargestellt und der jetzigen Generation verdeutlicht werden. Bekannte Autoren wie Ringelnatz oder Hans Christian Andersen (»Der standhafte Zinnsoldat«) setzten der Zinnfigur literarische Denkmäler. Alle zwei Jahre (in Jahren mit ungerader Jahreszahl) findet in Kulmbach die Internationale Zinnfigurenbörse statt, bei der sich Sammler und Anbieter aus aller Welt treffen. Dort befindet sich auf der Plassenburg das Deutsche Zinnfigurenmuseum. Ein weiteres deutsches Zinnfigurenmuseum kann in Goslar besucht werden.


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